#8 Wer ist gefragt am Kunstmarkt?

Shownotes

Zeitgenössische Kunst zählt heute zu den lebendigsten und meistbeachteten Bereichen des internationalen Auktionsgeschehens. Auch im Dorotheum zeigt sich das große Interesse an herausragenden Positionen der Gegenwart.

In der aktuellen Folge sprechen die Dorotheum Expert:innen Bernhard Brandstätter und Barbara Freisitzer über aktuelle Entwicklungen, internationale Nachfrage und bedeutende österreichische Künstler:innen. Weit über Österreich hinaus gefragt sind Werke von Arnulf Rainer, Maria Lassnig und Martha Jungwirth, für die das Dorotheum Spitzenpreise und Weltrekorde erzielt hat.

Maria Lassnig, Wilde Tiere sind gefährdet, 1980, erzielter Weltrekordpreis € 1.367.800.

Martha Jungwirth, Ohne Titel, 2015, erzielter Weltrekordpreis € 520.000.

Host: Andreas Maurer

Gäste: Barbara Freisitzer & Bernhard Brandstätter

Dorotheum

Website: https://www.dorotheum.com

Contemporary Week: https://www.dorotheum.com/de/c/contemporary-week-23792/

Dorotheum bei Instagram: https://www.instagram.com/dorotheum/

Musik: by https://www.fiftysounds.com

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00:00:01: Prozentuell ist der zeitgängige Kunstmarkt global, zweitausend Prozent gewachsen.

00:00:08: Durch die Möglichkeit im Internet ganz leicht zu recherchieren bekommt man auch sehr leicht einen Überblick über Qualität.

00:00:16: Da waren Bieter aus der ganzen Welt also von New York bis Hongkong.

00:00:20: gab es da Interesse an österreichischen Künstlerinnen.

00:00:22: Oft kurz vor Kataloglegung dass man noch nicht das Top Lot in der Hand hat.

00:00:29: Also ein Weltrekord bringt Presse, man sieht die Nachfrage ist da und dann bringen Leute Rebuilder zu uns.

00:00:36: Es ist ja so dass das Bedürfnis Kunst zu sammeln Ein Grundbedürfnissen des Menschen ist.

00:00:43: Über den Wert der Kunst Der Dorotheumpodcast Zeitgenössische Kunst ist ein zentaler Schwerpunkt im Dorotheum.

00:00:56: Zweimal im Jahr bündelt die sogenannte Contemporary Week internationale und vor allem österreichische Positionen.

00:01:05: Regelmäßig werden dabei Spitzenpreise- und sogar Weltrekorde erzählt, wie hier im November.

00:01:14: Zum dritten Dankeschön!

00:01:16: Fantastisch ein neues Weltrekord für Marta Jungwirt.

00:01:20: Es war eine Sensation bei dieser Auktion.

00:01:23: Einen Öl auf Papier-auf-Leinwand gemaltes Großformat der österreichischen Künstlerin Marta Jungwert konnte mit fivehundertzwanzigtausend Euro den bisherigen Höchstpreis für ein Werk der Künstlerinnen nahezu verdoppeln.

00:01:39: Eine Entwicklung, die auch mit der internationalen Entdeckung und Würdigung der mittlerweile sechsundachtzigjährigen zusammenhängt.

00:01:47: Die jüngsten Personal von Marta Jungwert fanden in der Wiener Albertina und im Guggenheim-Museum im spanischen Bilbaustadt.

00:01:57: Wie es um die zeitgenössische österreichische Kunst generell steht, was die Contemporary Week Mitte Mai zu bieten hat – darum dreht sich diese Folge des Dorotheum-Podcasts!

00:02:10: Hallo und herzlich willkommen sagt Andreas Mauer.

00:02:22: entspricht einer der Internationalen Entwicklungen der zeitwärtschen Kunst.

00:02:25: Und wenn man sich das anschaut in den letzten zwanzig Jahren, ist da ein Wachstum, dass man fast gar nicht glauben kann.

00:02:31: Bernhard Brandstetter leitet die Abteilung moderne und zeitgenössische Kunst im Dorotheum.

00:02:37: Also ich glaube, prozentuell ist der zeitgernische Kunstmarkt global in den vergangenen zwanziger Jahren zweitausend Prozent gewachsen.

00:02:47: also so in den zweitaussender Jahren hat die Zeitungskunst zu drei Prozent des Kunstmarktes ausgemacht und macht jetzt achtzehn Prozent aus.

00:02:55: Und das ist bei uns eigentlich nicht ganz gleich.

00:03:03: Belastbare Zahlen dazu liefert etwa der Art Basel & UBS Art Market Report, zwei tausendsechsundzwanzig.

00:03:12: Der jährlich erscheinende Bericht von Art Basel und der globalen Finanzgruppe UBS gilt als maßgebliche Referenzquelle für Sammlerinnen und Sammlers, Galerien- und Institutionen wie das Dorotheum.

00:03:27: Museen, Ökonomen und Investoren nutzen ihn um Markttrenns zu bewerten und Strategien zu entwickeln – denn?

00:03:35: Der Bericht basiert auf umfangreichen Erhebungen bei Galerie, Auktionshäusern und Sammlern!

00:03:42: Er umfasst statistische Analysen zu, Umsatzvolumen, geographischen Marktanteilen, Onlinehandel und dem Einfluss von Wohlstandsverteilungen.

00:03:53: Der aktuelle Report setzt sich aus Marktdaten aus dem Jahr und zeigt, dass zeitgenössische Kunst zusammen mit Post-War, also Kunst nach ... rund ein Drittel aller weltweiten Auktionsumsätze ausmacht.

00:04:13: Die Art Market Reports sind übrigens kostenlos über die Websites von Art Basel & UBS abrufbar.

00:04:27: Ich glaube das liegt schon auch am Zeitgeschmack Also vor.

00:04:32: v.a.

00:04:33: die Klassische Kunst, sehr gefragt und der zeitgültige Markt.

00:04:36: wirklich noch in den Kinderschulen kann man sagen also jetzt nicht museal, da gab es immer aber der Kunstmarkt war die zeitgülste Kunst sehr wenig vertreten.

00:04:45: Im Jahr zweitausend glaube ich war der Gesamtumsatz an zeitgünischer Kunst weltweit unter hundert Millionen Dollar Und jetzt sind wir fast bei zwei Milliarden.

00:04:54: Das hat sich einfach exponentiell gesteigert.

00:04:57: Der Boom der zeitgönnersischen Kunst wirkt auf den ersten Blick wie eine Erfolgsgeschichte mit fast explosionsartigem Wachstum.

00:05:06: Tatsächlich ist er aber weniger das Ergebnis eines plötzlichen Hypes als vielmehr Ausdruck einer grundlegenden Verschiebung im Kunstmarkt, denn gewachsen ist vor allem eines – die Zahl der Käuferinnen und Käufern.

00:05:22: Neue Sammlerschichten oft jünger, oft internationaler Drängen in den Markt.

00:05:28: Und sie interessieren sich naturgemäß stärker für Kunst ihrer eigenen Gegenwart als für historische Positionen – meint auch barbarer Freisitzer!

00:05:39: Sie ist Expertin für zeitgenössische österreichische Kunst im Dorotheum.

00:05:44: Auf alle Fälle aber eben durch die Medien und durch die Möglichkeit im Internet ganz leicht zu recherchieren.

00:05:53: Diverse Künstler bekommt man auch sehr leicht einen Überblick über Qualität.

00:05:59: Diese größere Tanzbereins verändert auch den Umgang mit Kunst am Markt.

00:06:05: Vielfalt wird zur Strategie, Differenzierung zur Notwendigkeit.

00:06:10: Wie das konkret aussehen kann zeigt ein Blick auf die kommende Zeitgenossen-Aktion im Dorotheum.

00:06:17: Dieses Mal in der Auktion im Mai haben werden Ein paar Werke von Rainer, ein ganz frühes Werk.

00:06:24: Zum Beispiel eine Zeichnung die mich wahnsinnig fasziniert.

00:06:28: Genauso wie die späteren auch aber dadurch dass es eben so eine ganz fruelle Zeichnungen ist.

00:06:34: Von neunundvierzig, die auch in der Galerie Ariadne ausgestellt war... ...ist für mich einfach als Kunsthistorikerin ein Traum das in der Hand zu halten.

00:06:52: Geweifrau hat der österreichische Künstler Arnold Freyner dieses Blatt betitelt.

00:06:58: Reiner war damals einer der ersten Hippies in Österreich, erinnert sich später die Malerin Maria Lasnik.

00:07:05: Angeblich so schreibt sie, hat sich der Meister der Übermalungen nie gewaschen und die Haare zu einem dichten Gestrub wachsen lassen – was aber hervorragend zu seinen Zeichnungen passte.

00:07:17: Erinnerte sich Maria Lasnek!

00:07:20: Die Gewei-Frau von nineteenhundertneunundvierzig, bezeichnet mit neunzehnhundertfünfzig fällt in Reiner's frühe surrealistische Phase.

00:07:30: Der Künstler ist gerade einmal neinzehn Jahre jung als er diese Bleistiftzeichnung zu Papier bringt.

00:07:36: In der Bildmitte eine weibliche nackte Figur.

00:07:40: Das Haar wächst im geweiartigen Verästelungen neben ihr Dorniges Gesturp.

00:07:46: Religiöse Motive sind auf diesem fein gezeichneten Blatt auszumachen.

00:07:51: Eine blutende Wunde in der Seite der Frau, ein kreuzförmiges Zeichen das aus dem Kopf herausragt.

00:07:59: Die Figur sitzt auf einer Kugel oder bringt sie gerade hervor – am Himmel gestirrende sowie surreal anmutende Wolken von denen eine die Form eines Wahls hat!

00:08:11: In der Hand hält die Geweifrau eine Kugel über ihr ein undeutbares Objekt mit der Aufschrift zwei Tarn.

00:08:20: Vielleicht eine frühe Form, der bekannten Drr-Signatur des jungen Pre-Punks mit der reiner Ende der nineteenhundertvierziger Jahre erste Zentralgestaltungen unterzeichnet hat?

00:08:32: Drr soll dabei das Knurren eines bissigen Hundes imitieren!

00:08:37: Aus diesen Anfängen entwickelt sich ein Övre, das weit über die Malerei hinausweist.

00:08:43: Reiner wird zu einer Schlüsselfigur der österreichischen Nachkriegskunst – von surreal beeinflussten Zeichnungen über blind-Zeichnung und Kritzlexpressionen bis hin zu den radikalen Übermalungen, die sein Werk international prägen.

00:08:59: Dass dieses frühe Blatt bereits in der Galerie Ariatnecke gezeigt wird Mitbegründet von Rudolf Leopold verweist auf seine kunsthistorische Bedeutung.

00:09:11: Als Dokument eines Anfangs, in dem bereits vieles angelegt ist was später das Werk Arnold Freinas bestimmen wird.

00:09:24: Da ich hier selber Malerei und Grafik studiert habe interessiert mich der Wertegang eines Künstlers.

00:09:30: also wie hat er angefangen?

00:09:31: seiner Zeichnungen?

00:09:33: Und man sieht schon... Auch wenn man sagt, später im Verlauf malt der Künstler absolut abstrakt oder kommt nicht mehr zum Realismus zurück.

00:09:43: Aber man erkennt das war seine Basis Das war der Grundstein.

00:09:48: Er hat angefangen die Figur und die Komposition zu erfüllen Zu erschaffen auf einem Blatt Papier Und das ist sehr spannend.

00:09:57: Spannend ist auch, dass ein Jahr vor dieser Zeichnung der damals achtzehnjährige Schüler Arnulf Reiner aus Villach – der zehn Jahre älteren in Klagenfurt – damals bereits berühmten Malerin Maria Lassnik schrieb, ob er sie dann einmal im Atelier besuchen dürfe.

00:10:15: Fazit!

00:10:16: Die beiden wurden ein paar malten Seite an Seite in Lassnicks Studio.

00:10:22: vier Jahre ging diese Liebes- und Arbeitsbeziehung in der beide wesentliche Entwicklungen schafften, die bald in eine Konkurrenz ausartete, die beide ihr Leben lang begleiten sollte.

00:10:35: Jedenfalls zählen beide unabhängig voneinander zu den prägensten Künstlerinnen-Künstlerfiguren in Österreichs Nachkriegskunst, die auch international ausgestrahlt haben.

00:10:46: Wobei man sagen muss – Maria Lasnick legte in ihren letzten Jahren eine Weltkarriere hin!

00:10:53: Für dreihundertachzigtausend, zum Ersten dreihundneinzehntausend.

00:10:59: Dankeschön!

00:11:01: Vierhunderttausende.

00:11:03: Weltrekord hieß es auch damals Zwei-Tausendviertzehn im Dorotheum für ein Werk von Maria Lasnik.

00:11:11: Es ist das Todesjahr der Künstlerin.

00:11:13: Ihr Gemälde Wald, das auf Zweihundertzwanzig bis Dreihundertzwanzig tausend Euro geschätzt worden war ist für Vierhunderttausend Euro an den Maisbietenden gegangen.

00:11:24: Doch schon fünf Jahre später hat das Dorotheum diesen Rekord selbst noch einmal übertroffen.

00:11:30: Kataloglummer zweihundertdreißig sechs Quadratmeter und wir starten hier mit unserem Kabelott für Fünfhundert Tausend!

00:11:42: Diesmal mit einem Doppelrekord.

00:11:44: Knapp ein Komma vier Millionen Euro brachte das Gemälde, wilde Tiere sind gefährdet.

00:11:51: Vielen Dank!

00:11:52: Super Weltrekord zum dritten!

00:11:54: Thank you so much!

00:11:56: Rekord für einen Werk der Künstlerin und höchstes internationales Auktionsergebnis für österreichische zeitgenössische Kunst.

00:12:05: Also ein Weltrekorder bringt sicher Presse.

00:12:09: Das ist das, was dann auch wieder die Bekanntheit steigert.

00:12:12: Erzählt der Leiter der Abteilung Moderne und zeitgenössische Kunst im Dorotheum Bernhard Brandstetter.

00:12:19: Um jetzt wieder zu Junkwitz zurückzukehren, spielt sich eine Rolle, warum uns dieses Jahr mehr Junkwelts angeboten wurden.

00:12:26: Man sieht die Nachfrage es da und dann bringen Leute ihre Bilder zu uns.

00:12:30: Und man muss auch sagen, die kommen eigentlich in der Regel nicht unbedingt aus Österreich sondern sie kommen aus ganz Europa aus der ganzen Welt zu uns.

00:12:37: Denn mit der Digitalisierung des Kunstmarktes verändert sich auch die Geografie.

00:12:43: Mit dem Aufstieg neuer Sammlerzentren etwa, in Asien oder im mittleren Osten verschiebt sich der Fokus weg vom traditionellen westlichen Kanon hin zu einer globaleren gegenwärtsbezogenen Perspektive.

00:12:58: Das betrifft auch zeitgenössische Positionen aus Österreich.

00:13:02: und noch ein Trend zeichnet sich ab, bemerkt Bernhard Brandstetter.

00:13:07: Ein wichtiger Trend ist sicher, dass weibliche Künstlerinnen in den letzten Jahren zu Recht mehr Aufmerksamkeit bekommen haben.

00:13:13: Auch am Kunstmarkt und im Museumsausstellungen.

00:13:16: Maria Lasnik – also wir halten ja den Weltrekord für Maria Lasnick – sie ist so die Vorreiterin der österreichischen Künstlerin an dem internationalen Kunstmarkt!

00:13:24: Und jetzt im Moment haben wir in der Aktion drei wirklich tolle Werke von Martha Jungwirt, die auch wieder als Künstlerin einfach international wahnsinnig geschätzt wird.

00:13:37: Den Weltrekord auch erzielt er bei uns in der Auktion.

00:13:39: Da waren Bieter aus der ganzen Welt, also von New York bis Hongkong gab es da Interesse an die österreichischen

00:13:45: Künstlerinnen.".

00:13:46: Warum ist schnell erklärt so der Experte?

00:13:50: Weil sie gut ist!

00:13:51: Ich glaube die

00:13:51: Qualität ist einfach das was wirklich bestimmend ist und Marta Jungwirt hat auch jetzt schon vorgerückt malt dass ihr ja schon über achtzig wirklich durfte.

00:14:00: sie miterleben das nach vielen Jahren wo sie gekämpft hat um Anerkennung Dass jetzt doch wirklich sie das erreicht hat.

00:14:08: Sie hat Ausstellungen auf der ganzen Welt, tolle Galerienvertretungen und ist wirklich

00:14:12: gesucht.".

00:14:20: Marta Jungwert, Jager in den letzten Jahren im Jahr war, nimmt in ihren poetisch abstrakten Aquarellen- und Ölbildern eine einzigartige Stellung in der zeitgenössischen österreichischen Kunst ein.

00:14:33: Thematisch kreist ihr zeichnerisches Werk anfänglich um das soziokulturelle Umfeld der Frau.

00:14:40: Zyklen mit Titeln wie Haus, Frauen, Maschinen oder die Schwarze Küche lassen feministische Ansätze vermuten.

00:14:48: Vielmehr jedoch faszinierte Jungwert dabei das Innenleben der Alltagsgeräte, dass sie wie Architekturzeichnungen sitzierte.

00:15:09: Neben Alltagsgegenständen sind reale Vorlagen wie Stadt- oder Landschaftsdarstellungen eine Inspirationsquelle, oder – wie die Künstlerin es formuliert – ein Vorwand um persönliche visuelle Eindrücke festzuhalten.

00:15:24: Die reale Situation dient Jungwirt dabei immer als Stimulus aus dem sie ihren Schaffensprozess generiert.

00:15:33: Dabei geht es nie um eine Rekonstruktion, sondern immer um eine Reflexion auf die Wirklichkeit.

00:15:40: In diesem Spannungsfeld zwischen Gästigform, Spur und Farbe untersucht Jungwert die Grundprinzipien malerischer Parameter – und das mit eruptiven gästischen Duktus und kraftvollem Kolorit!

00:15:55: Das internationale Interesse an ihrem Werk wächst aber eigentlich erst nach einer Ausstellung im Jahr Zwei-Tausendzehn, im Esselmuseum.

00:16:04: Damals wird ihrer Kunst ein ganzer Raum gewidmet.

00:16:08: Dieser Erfolg führt zu einer Retrospektive in der Kunsthalle Krems und zu einer Einzelausstellung in der Albertina.

00:16:16: Vor fünf Jahren wurde Marta Jungwert mit dem großen österreichischen Staatspreis für bildende Kunst ausgezeichnet was ihren Status als eine der führenden zeitgenössischen Künstlerinnen Österreichs untermauerte.

00:16:39: Mehrere Werke von Marta Jungwirt sind in der aktuellen Zeit genossen Auktion vertreten, mit Schätzpreisen von neuntausend bis einhundertvierzigtausende Euro.

00:16:50: Wobei es trotz der hohen Nachfrage nicht immer eine Selbstverständlichkeit ist dass diese Werke auch zur Auktionen kommen sagt Barbara Freisitzer, Expertin für zeitgenössische österreichische Kunst im Dorotheum.

00:17:05: Es ist ein Luxus mit Kunst sich täglich zu beschäftigen und man hat diverse Kunden die natürlich schon im Vorfeld sagen sie haben das oder dass und bringen es aber auch nicht dann oder dann.

00:17:18: Das sind totale Überraschungen oft kurz vor Kataloglegung, dann auf einmal kommt das eine Woche vorher oder sogar ein paar Tage vorher.

00:17:27: Und dann ist man sowieso aus dem Haus, aber es kommt immer so und das ist einfach ein

00:17:32: Phänomen.".

00:17:33: Und so war es bei dieser zeitgenössische Kunstaktion wirklich, verrägt Barbara Freisitzer.

00:17:40: Das Top Lot von Marta Jungwirt aus der Serie Fruchtfleisch von zwölf kam sozusagen in letzter Sekunde Per E-Mail flatterte ein Foto des Ölgemäldes ins Haus, schnell einigte man sich auf den Schätzpreis von Achtzig bis Einhundertvierzichttausend Euro und brachte das Werk noch gerade rechtzeitig in den eigentlich abgeschlossenen Katalog ein.

00:18:04: Was die Expertin dann macht?

00:18:07: Dann freu ich mich sehr!

00:18:09: Ich gehöre zu Herrn Brandstetter und erfreut sich mit mir!

00:18:15: Und so... wird es auch in Zukunft sein, meint Barbara Freisitzer.

00:18:20: Denn der Trend zum zeitgenössischen bzw zur zeitgenösischen österreichischen Kunst reist sicher nicht zu rasch ab?

00:18:29: Es wird immer so bleiben dass jemand eine tolle Mathe jung wird verkaufen möchte oder einen hellen Wein oder weniger bekannte österreichische Künstler.

00:18:40: das hat ja die Vergangenheit auch gezeigt.

00:18:42: in der Geschichte ist es ja so Dass man ja auch sieht, obwohl es eben vielleicht politische und diverse Probleme in dieser Welt gibt.

00:18:50: Das trotzdem die Kunst... Und das Bedürfnis, Kunst zu sammeln einfach ein Grundbedürfnisses des Menschen ist.

00:18:59: Ja?

00:19:00: Und speziell auch wenn man als Österreicher seine eigenen Künstler fördert oder aber auch als jemand, der gar nichts mit österreichischer Kunst zu tun hat.

00:19:10: Vielleicht auch sieht das es einfach ein tolles Werk.

00:19:12: Das möchte ich bei mir zu Hause

00:19:13: haben.".

00:19:18: Und wenn's Ihnen ähnlich geht – alle Informationen zur Contemporary Week die Mitte Mai stattfindet sowie Termine zu weiteren Aktionen finden Sie auf Dorotheum.com.

00:19:31: Das war über den Wert der Kunst Der Dorotheumpodcast.

00:19:36: Ich bin Andreas Maurer Und im Namen des Dorotheum-Teams verabschiede ich mich bis zum nächsten Mal, weil Kunst eben mehr ist als man sieht.

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