#9 Tick Tack - Uhren als Wertanlage
Shownotes
Warum faszinieren Uhren bis heute? Sie verbinden Technik, Design und Geschichte – und sind tägliche Begleiter, deren Wert ebenso wachsen kann wie die Begeisterung für sie.
Die Dorotheum Experten Günter Eichberger und Thomas Schmolek sprechen über Uhren als Sammelobjekte: von einer Halsuhr aus Bergkristall um 1640 bis zu Uhren auf dem Mond. Eine Folge über Seltenheit, Sammelleidenschaft und Geschichten, die man mit sich trägt.
Host: Andreas Maurer
Gäste: Günter Eichberger & Thomas Schmolek
Dorotheum
Website: https://www.dorotheum.com
Auktion - Armband und Taschenuhren: https://www.dorotheum.com/de/a/122747/
Dorotheum bei Instagram: https://www.instagram.com/dorotheum/
Musik: by https://www.fiftysounds.com
Transkript anzeigen
00:00:01: Das ist eigentlich ein täglicher Wegbegleiter.
00:00:03: Diese Jahrhunderte, was diese Uhr indirekt schon alles erlebt hat, was da auf der Welt passiert ist...
00:00:08: Wir haben interessanterweise eine Taschenuhr die auch einen Thermometer hat.
00:00:13: Es macht ihm diese Faszination der Technik aus!
00:00:15: Ein Luxusauto ist auch wunderschön und man kann es halt nicht überall hin mitnehmen.
00:00:19: Erst wenn das so eine Ikone wird dann kann man das gekommen entsprechend auch wertig das später zu verkaufen.
00:00:25: Dann mein schönes Beispiel von einer Omega Speedmaster, einem Moonwatch.
00:00:30: Das wird eine spannende Geschichte, wohin die Reise geht für solche Abjekte.
00:00:34: Und das ist aber das Wichtigste, egal noch in Kombination mit einer Uhr oder ohne einer Uhr.
00:00:38: Wichtig ist, dass man die Zeit positiv und gut nutzt.
00:00:52: Egal ob im Büro-Meeting beim Konzertbesuch oder am Strand Armbanduhren faszinieren und definieren oft weit mehr als nur den eigenen Look.
00:01:02: Und das, obwohl wir in einer Welt leben, in der das Smartphone die Uhrzeit permanent mitliefert.
00:01:08: Trotzdem haben hochwertige Uhren nichts von ihrer Anziehungskraft verloren – im Gegenteil für Sammler und Anleger gelten sie längst als Sachwerte mit möglichem Wertsteigerungspotenzial.
00:01:20: Dazu kommt noch ein ganz eigener Bonus — die Freude eine besondere Uhr tatsächlich zu tragen!
00:01:27: Doch was macht diese Faszination eigentlich aus?
00:01:30: Warum sind Armband-Uren heute zugleich Status-Symbol, Designobjekt, Technikgeschichte und Sammelleidenschaft?
00:01:38: Darum geht es in dieser Folge des Dorotheumpodcasts.
00:01:42: Hallo und herzlich willkommen sagt Andreas Mauer!
00:01:51: Es ist eben dieser Mix aus Technik und zum Teil Seltenheit – und das ist trotzdem ein Alltagsgegenstand den ich am Arm tragen kann und mich jeden Tag aufreihen kann.
00:02:01: Bei mir hat eigentlich die Faszination für Anbanduren am Werktisch begonnen, weil mir es einfach gefallen hat Dinge, die nicht funktionieren wieder in Stand zu setzen.
00:02:09: Das ist eigentlich meine Liebe zu den Anbandoren.
00:02:12: natürlich mechanische Anbandurnen entstanden und ich habe dann später auch angefangen zusammen.
00:02:18: Günther Eichberger und Thomas Schmollek sind gelernte Urmacher Meister- und Senior Experts im Dorotheum.
00:02:25: Sie beschäftigen sich täglich mit modernen Luxusuhren, historischen Taschenuhren und manchmal sogar mit Stücken die mehrere hundert Jahre alt sind.
00:02:35: Günter Eichberger zeigt uns so ein seltenes Stück.
00:02:39: Dann haben wir noch eine ganz spezielle Heilsuhr, das ist aus Berggestalt gearbeitet in Kreuzform aus Baujahr ungefähr sechzehnvierzig was wir nachvollziehen können aber noch funktionsfähig.
00:02:51: Eines der ganz wenigen Stücke wahrscheinlich in diesem guten Erhaltungszustand, die es noch gibt weltweit eben auch in der Kombination mit den Bauteilen aus Berggestahl.
00:03:00: Aus Messing von dem Murmacher, der das produziert hat.
00:03:03: und ja wieder spannende Geschichte wohin die Reise geht für solche Objekte weil die wirklich also im Moment sind uns vier oder fünf Stück bekannt die in Museen ausgestellt werden die vergleichbar diesen Zustand haben
00:03:16: Als die Uhr gefertigt wird, ist Philipp IV.
00:03:19: noch König von Spanien.
00:03:21: Rembrandt malt eines seiner berühmten Selbstporträts.
00:03:24: Galileo Galilei entwirft die erste Pendel-Uhr und der Habsburger Leopold I. wird gerade geboren.
00:03:32: Der Erste Gedanke ist immer cool.
00:03:34: Super, dass so was gibt noch!
00:03:35: Und das zweite Gedankel war diese Jahrhunderte.
00:03:38: Was diese Uhr indirekt schon alles erlebt hat, was da auf der Welt passiert ist.
00:03:42: Wahnsinn, dass es dich noch gibt sozusagen...
00:03:44: sogar den Urmacher Meister dieser musialen Bergkristall Hals-Urkentmann.
00:03:49: Es ist der gebürtige Genfer Sakharie von Nero, der in Lyon und La Rochelle tätig war.
00:03:56: Selbst den Seniorexperten lassen solche seltenen Fundstücke nicht kalt, meint Günther Eichberger.
00:04:03: Der hat das alles handisch noch gearbeitet.
00:04:05: Er hat das in den Hand dabei, jedes Rad hat er selber geschnitten und gefeilt und jede Platine.
00:04:11: Und der hat es auch auf Familie wahrscheinlich gehabt, da ist jeden Tag Essen gegangen.
00:04:14: Es gibt ja Alltags-Dinge die der macht und am Ende kommt so ein tolles Stück raus, dass die Jahrhunderte überlebt und irgendwie ein Stück von ihm damit transportiert bis heute.
00:04:29: Ohren sind also nicht nur Zeitmesser sie sind Geschichten, die man mit sich trägt.
00:04:35: Im Gegensatz zu Hals-Uren, die man – wie der Name schon sagt um den Hals getragen hat oder an einem Anhänger – sind Armband-Uhren eine vergleichsweise junge Erfindung.
00:04:46: Zunächst werden sie auch eher als Schmuckstücke für Frauen betrachtet.
00:04:51: Die erste Armbandur entsteht erst aus dem Jahr tenzehntausend.
00:04:54: Der Urmacher Abraham Louis Breguet fertigt sie für die Königin von Neapel, die Schwester Napoleons!
00:05:02: Zum eigentlichen Durchbruch kommt es dann erst Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts und zwar ausgerechnet durch die Luftfahrt.
00:05:10: Der brasilianische Flugpionier Alberto Santos Dumont hat keine Lust mehr beim Fliegen ständig die sperrige Taschenuhr hervorholen zu müssen.
00:05:20: Abhilfe schafft sein Freund Louis Cartier, er entwickelt four die berühmte Cartiersantus eine der ersten modernen Herren-Armbanduhren überhaupt.
00:05:32: Aus dem praktischen Instrument wird dann vor allem in den neunzehnhundertzwanzig und dreißiger Jahren auch ein Symbol für Modernität, Technik und Eleganz.
00:05:42: Und das bis heute!
00:06:01: Wahrscheinlich auch viel mehr als ein Luxusgegenstand.
00:06:03: Es ist ein Wegbegleiter, es ist wahrscheinlich auch etwas zu dem man in Verbindung hat.
00:06:08: Manche tragen ja Uhren, die sie geerbt haben vom Großvater oder vom Onkel.
00:06:13: Stücke werden weitergereicht über die Familie und das ist eigentlich ein täglicher
00:06:16: Wegbekleiter.".
00:06:17: So der Senior-Experte Thomas Schmolleck.
00:06:21: Für viele Menschen ist eine Uhr daher nicht nur Schmuck oder Statussymbol sondern auch eine Art persönlicher Marker verbunden mit Erinnerungen, Lebensabschnitten oder ganz konkreten Zielen.
00:06:33: Selbst im Luxussegment bleibt die Armbandur damit ein Objekt das mit erstaunlich vielen persönlichen Erinnerung aufgeladen ist", erzählt Günther Eichberger.
00:06:45: Gibt es eine Patek Philipp Hammer, die wirklich schon, das ist jetzt ein Baujahr, im Jahr neunzehntzwanzig.
00:06:52: Da weiß ich, die ist immer in der Familie gewesen, immer vom Vater auf dem Sohn weitergegeben worden und jetzt aber leider Gottes durch die Familiengeschichte her kommt sie nun zum Verkauf, aber das ist mit viel Erinnerung natürlich verbunden und mit
00:07:08: viel
00:07:08: Gefühl.".
00:07:10: Ob das bei den Experten auch so ist?
00:07:12: Frage ich Thomas Schmollek.
00:07:14: Bis jetzt, ich trage keine Uhr die weiter gegeben wurde.
00:07:17: Aber ich habe schon vor einigen meiner Uhren auch weiterzugeben und das ist schon der Gedanke auch dahinter beim Sammeln.
00:07:24: Ich sammel persönlich nicht so sehr die Uhren als Anlageobjekt sondern einfach nur auf verschiedene Marken auch gewisse Schwerpunkte Und natürlich im Hinterkopf wäre es schön wenn das dann in der Familie weiter existiert.
00:07:41: Bis dahin werden die besonderen Zeitmesser gesammelt, gehegt und gepflegt.
00:07:46: Und damit ist Thomas Schmolleck nicht allein!
00:07:49: Die größten Uhren online Plattformen verzeichnen bis zu dreitausend Händler- und über zehn Millionen Nutzerinnen und Nutzer in einhundertzwanzig Ländern.
00:08:00: Der Grund?
00:08:01: Immer häufiger werden Uhren nicht zum Reinen vergnügen sondern als Wertanlage angeschafft.
00:08:07: Selbst eingefleischte Sammlerinnen und Sammlers sehen die Uhren vermehrt als Investment, hoffen auf starke Preissprünge.
00:08:16: Doch wie funktioniert das eigentlich mit Uhren-als-Sammler-und-Anlageobjekt?
00:08:21: Namen wie Rolex oder Patek Philipp tauchen dabei fast automatisch auf – aber Achtung!
00:08:27: Ein berühmter Name allein garantiert noch lange keine Wertsteigerung betont Thomas Schmolleck.
00:08:33: Wobei ich vielleicht voraussagen muss... Das Wichtigste ist vielleicht, wenn man eine Uhr als Anlageobjekt erwerben will.
00:08:39: Dass man auch eine Leidenschaft für Uhren hat.
00:08:41: Weil wenn man wirklich ein Urn als Anlagenobjekt auch erwärmen will dann muss man sich sehr intensiv mit dem Markt beschäftigen und das macht eigentlich nur Spaß, weil man auch wirklich Freude an Uhren und eine Leitenschaft für uhren hat.
00:08:55: Und da gibt es natürlich entscheidende Faktoren.
00:08:57: sicherlich wie Sie es erwähnt haben ganz ein wichtiger Punkt die Marke.
00:09:02: Es gibt manche Marken, wo man weiß okay, sie haben zumindest eine Wertbeständigkeit, haben einen Potenzial sich zu entwickeln im Wert.
00:09:10: Wobei wir allerdings auch sagen muss nicht jedes Modell von jeder Marke ist dann wirklich als Sammelobjekt oder Werteobjekt geeignet.
00:09:20: Wirklich erfahren tut man es erst in der Zukunft.
00:09:23: Die Zeitspanne spielt bei den Zeitmessern also eine wichtige Rolle.
00:09:28: Wer mit einem hochpreisigen Wiederverkauf liebäugelt, braucht vor allem eines.
00:09:33: Zeit beziehungsweise Geduld!
00:09:35: Denn viele begehrte Sammlerstücke entfalten ihren Wert oft erst über Jahrzehnte hinweg.
00:09:41: Dennoch haben sich einige Hersteller als eine Art Blutschips unter den Luxusuhren etabliert – darunter etwa Rolex, Patek Philippe, Omega oder Lange und Söhne so Senior-Experte Günther Eichberger.
00:09:55: Die haben es geschafft, dass sie wirklich in den Köpfen drin sind.
00:09:58: Dass sie diese Emotionen wecken und die Nachfrage auch wecken nach diesen Stücken.
00:10:03: Es ist ganz wichtig das ich natürlich ein Stück präsentiere.
00:10:06: des erstens einmal gefällt dem Markt.
00:10:08: Das muss gefallen!
00:10:09: sonst wird es keiner kaufen, dann mit einer guten Geschichte.
00:10:12: Also das Ganze braucht eine Emotion dahinter.
00:10:14: Ich muss das Gefühl erzeugen erst wenn das so eine Ikone wird und dann noch wenig Angebot vielleicht danach ist, dann kann man das gekommen entsprechend auch wertig das später zu
00:10:25: verkaufen.".
00:10:26: Solche Geschichten finden sich natürlich auch in der kommenden Armband-und Taschenuranauktion des Dorotheums.
00:10:33: Neben hochwertigen Rolex-Modellen gibt es dort auch Uhren, deren Reiz weit über Technik oder Materialwert hinausgeht.
00:10:41: Thomas Schmollek denkt da an ein ganz besonderes Objekt.
00:10:45: Da haben wir ein schönes Beispiel von einer Omega Speedmaster – eine Moonwatch aber eigentlich PreMoon.
00:10:52: und da haben wir genau ein perfektes Beispiel dafür.
00:10:55: Da gibt es Omega die Linie Speedmaster.
00:10:57: und in der Speedmaster-Linie gibt es noch diese wunderschöne Geschichte mit der NASA dass die NASA einmal urgesucht für die Astronauten und haben viele Uhr getestet, Omega hat die Tests bestanden.
00:11:09: Und das Speedmaster wurde sozusagen zur Moonwatch Ausrüstungsgegenstand der NASA-Astronauten.
00:11:14: Und da haben wir ein historisches Stück jetzt in der kommenden Aktion Spitzname EdWide.
00:11:20: Das ist oft so, dass die Sammlergemeinde dann Urn diese besonders gern haben, die kriegen dann eine Spitznamen.
00:11:25: Die ist EdWIDE, EdWITE warum?
00:11:27: Das war einer der Astronautinnen.
00:11:28: Der hat diese Referenz.
00:11:31: Bei seinem ersten EVE ist Extravehicular-Activity im Bildraum getragen.
00:11:36: Eigentlich zwei Stück, am jeden Handgelenk eine und das ist halt eine Riesengeschichte.
00:11:40: Da kommen doch später immer wieder limitierte Stücke heraus aber das ist wirklich ein Stück aus den Sechzigerjahren in einem schönen Zustand und es wäre ein perfektes Beispiel für so etwas.
00:11:51: Das beiliegende von Omega ausgestellte Echtheitszertifikat bestätigt auch noch die Originalität aller Bauteile und vermerkt, dass die Uhr im Rahmen eines Service ein originales und korrektes Uhrwerk aus dem Jahr nineteenhundert achtundsechzig erhalten hat.
00:12:09: Solche Zertifikate sind wie etwa eine Expertise bei einem Gemälde enorm wichtig betont Thomas Schmollek – und je mehr Unterlagen desto besser!
00:12:20: Interessanter ist nämlich immer das Original-Zertifikat, dass beim Verkauf der Uhr dabei war.
00:12:26: Sei es eine Garantiekarte in Garantieheft abgestempelt von dem Händler, wo's gekauft wurde datiert und auch mit der individuellen Gehäuse Nummer der Uhr versehen – das ist schon mal das wichtigste Dokument – gibt es nicht mehr.
00:12:38: Gibt es zum Beispiel auch Archivauszüge vom Hersteller die man anfordern kann?
00:12:43: Und da sind alles unterlangt, den natürlich sehr hilfreich sind und auch die Echtheit bestätigen können!
00:12:49: Das ist einerseits für den Wiederverkauf wichtig, denn in der Praxis erzielen Uhren ohne Herstellerzertifikat meistens lediglich bis zu fünfzig Prozent des eigentlich angemessenen Preises.
00:13:02: Bei Spekulationsubjekten sollte man Modelle ohne Herstellerzertifikat und Garantie-Erklärung daher direkt ausschließen – diese sind als Wertanlage eher ungeeignet!
00:13:14: Und wie in jedem Luxus- oder Kunstmarkt ist auch der Uhrenmarkt nicht frei von Betrügern, die gefälschte Luxusuhren an den Mann oder an die Frau bringen möchten.
00:13:24: Optisch sind die Fälschungen oft erstaunlich überzeugend – selbst erfahrene Sammlerinnen und Sammler müssen da vorsichtig sein, meint Thomas
00:13:32: Schmolleck.".
00:13:34: Man muss sagen, wir sehen natürlich.
00:13:35: Wir bekommen sehr viel präsentiert auf das Erbschaften – man weiß gar nicht, ob er das vom Onkel ist und der hat seine Riesenuhrensammlung gehabt.
00:13:44: Da sehen wir tatsächlich oft viele Plagiate, viele Imitationen.
00:13:48: Und mittlerweile ist es so, dass es für den Lein schon von außen sehr, sehr schwer zu unterscheiden ist.
00:13:55: Da muss man jetzt schon sehr genau im Materialkenntnis sein
00:13:57: bzw.,
00:13:59: die Kollektion und die Originalkollektion, die nachgeahmt wird schon sehr genau kennen.
00:14:04: Dass man sagen kann ja okay da habe ich auch einen Tipp den man immer geben kann wenn man sollte den Menschen kennen von dem man die Uhr kauft.
00:14:13: das ist immer von Vorteil und wäre nicht schlecht eine fachkundige Beratung an der Seite zu haben um sicherzugehen dass wir jetzt nicht aus Versehen einmal eine Fälschung kauft weil wie gesagt die Fälchungen sind natürlich nicht das originale, qualitativ riesige Unterschiede optisch allerdings wirklich für den Lein zumindest relativ schwer zu unterscheiden.
00:14:36: Immer wichtig!
00:14:37: Natürlich es gibt auch Hände die die Urnausfahr-Besitzverkaufen Es gibt uns bekannte Aktionshäuser bei Privatkäufen.
00:14:46: noch einmal wichtig man sollte den Verkäufer kennen und es ist nicht schlecht jemanden an der Seite zu haben Der Fachkenntnisse hat.
00:14:59: Und noch ein Tipp.
00:15:01: Wer hochwertige Armbanduren kaufen oder verkaufen möchte, sollte nicht nur auf Marke Zustand- und Seltenheit achten sondern auch auf den richtigen Marktplatz Denn für eine Uhr mit Potenzial braucht es die passenden Käuferinnen.
00:15:18: Große internationale Auktionshäuser wie das Dorotheum bündeln genau diese internationale Nachfrage und bieten durch Expertise, Authentifizierung und Marktkenntnis ein hohes Maß an Sicherheit für Käufer- und Verkäufer.
00:15:34: Gerade seltene Modelle – wie die bereits erwähnte Omega Speedmaster At White – erzielen bei spezialisierten Auktionen oft deutlich höhere Preise als im Privatverkauf.
00:15:52: Ein wesentlicher Punkt, der den Marktwert einer Uhr beeinflusst ist auch das verwendete Urwerk.
00:15:58: Aktuell bieten Uhren mit mechanischen Werken die höchste Chance auf stabile und steigende Preise.
00:16:05: Bevorzugt werden dabei sogenannte Manufakturwerke, die von den Herstellern selbst entwickelt und produziert werden.
00:16:13: Interessanterweise ist der Grundaufbau aber meistens relativ ähnlich so der Senior-Experte Günther Eichberger.
00:16:21: Das ist das Faszinierende.
00:16:22: Im Normalfall sind es knapp fünf Radar plus ein paar Funktionen, nur überall die Feinheiten und der Unterschied macht das aus also die Qualitätskriterien, das Qualitäzmanagement von diesen Bauteilen.
00:16:34: Wenn ich Glück habe, kann ich vielleicht auch eine günstige Woche bekommen.
00:16:37: die gibt immer wieder Beispiele wo er sagt das habe ja ganz günstig gekauft und seit zwanzig Jahren läuft ihr ohne Probleme kann passieren.
00:16:44: aber wahrscheinlich zehn andere von diesen Uhren sind schon längst wie der Geschichte nicht mehr greifbar weil sie eben nicht funktioniert haben.
00:16:51: und das macht dann den Unterschied aus dass man entsprechend hochwertige Komponenten verwendet.
00:16:56: Bei einem Top-Stück ist eben nicht nur das Schmucke äußere wichtig, sondern auch Gangdauer, Ganggenauigkeit und die Haltbarkeit des Zeitmessers.
00:17:05: So Günther Eichberger!
00:17:07: Also das heißt natürlich von den namhaften Herstellern habe ich schon die Sicherheit dass da entsprechend auch Qualität verbaut wird.
00:17:14: es gibt überall Abstufungen bei der Produktion, bei der Auswahl der Komponenten Und das macht natürlich auch dann sehr stark den Preis aus Was für Funktionen ich da noch will, also da gibt es diese ganze Spatfolie an Komponenten die ich damit einbauen kann.
00:17:31: Dass das halt auch alles reibungslos läuft über Jahre und Jahrzehnte und zum Teil über
00:17:35: Jahrhunderte.".
00:17:36: Gerade diese mechanische Präzession erklärt vielleicht auch warum hochwertige Uhren selbst im digitalen Zeitalter nichts von ihrer Faszination verloren haben.
00:17:47: Thomas Schmollek zeigt ein weiteres Highlight aus der aktuellen Auktion.
00:17:52: Wir haben interessanterweise eine Taschenuhr, da haben wir auch in unseren Aktionen die ein Thermometer hat.
00:18:00: Zeigt uns dann an ob man es braucht oder nicht.
00:18:04: Das ist eine ganz feine Taschenur in höchster Qualität und ein Turbion dazu.
00:18:10: Und das hat auch noch extra eingebaut – ein Thermometer!
00:18:13: Aber natürlich nichts Digitales sondern wirklich rein mechanisch gebaut.
00:18:17: alles.
00:18:29: Überhaupt ist das Objekt in der Auktion ein Werk des Urmachers Thomas Engel von neunzehnhundertneunundsiebzig eine außergewöhnliche Kombination feinster Urmacherkonst.
00:18:40: Die Taschenuhr verfügt über einen Tourbillon, also einen rotierenden Mechanismus zur Verbesserung der Ganggenauigkeit – ein Thermometer und eine sogenannte springende Stunde bei der die Stunde eben nicht über einen klassischen Stundenzeiger angezeigt wird sondern in einem kleinen Fenster Für die späten neunzehnhundertsiebziger Jahre.
00:19:02: eine besonders raffinierte Komplikation, weil dafür zusätzliche präzise Schaltmechanismen nötig waren.
00:19:09: Solche hochkomplexen Uhren gelten unter Sammlern als technische Meisterwerke – denn gerade die Verbindung aus Präzision, Seltenheit und sichtbarer Mechanik macht einen besonderen Reiz
00:19:21: aus.
00:19:30: Es macht ihm diese Faszination der Technik aus!
00:19:32: Das ist einfach, ich habe etwas mechanisches.
00:19:35: Das auch nachvollziehbar ist und das wir schon vorher besprochen haben über Generationen in Wegguren weitergegeben werden.
00:19:42: Also die funktionieren noch – also man denkt gerne an ein Auto!
00:19:47: Unverstellbar dass es nach hundert Jahren so geht ohne dass ich da ein großes Service oder sonst in irgendwelche Reparaturen etwas reinstecke.
00:19:54: Und das macht ja eigentlich Faszination aus.
00:19:56: Es ist so viel Feindechnik dahinter und trotzdem funktionieren die Dinger.
00:20:00: Und selbst wenn etwas kaputt wird, ich kann es doch wieder herstellen.
00:20:03: Ich kann's wieder restaurieren.
00:20:04: Das schaffe ich bei der Elektronik wesentlich seltener und viel
00:20:07: schwerer.".
00:20:08: Doch wie erkennt man eigentlich welche Uhr langfristig geht bzw am Markt Potenzial hat?
00:20:15: Und was vielleicht nur ein kurzfristiger Hype bleibt – das frage ich Günther Eichberger.
00:20:20: Schwierig!
00:20:21: Gottschwierig.
00:20:22: Das ist meiner Meinung nach die schwierigste Frage bei den Uhren.
00:20:25: oder anders gesagt drehen wir das Ganze um….
00:20:28: Die Dinge, die heute wirklich zu den Wertbringern geworden sind und zu diesen hohen Zuschlagspreisen und Erlösen führen, die sind am meisten gekauft worden vor vierzig-fünfzig Jahren.
00:20:40: Nicht mit dem Hintergedanken es soll mehr wert werden sondern die sind einfach gekauft dann weil sie immer einen gefallen haben.
00:20:45: Daher lautet auch der Experten Tipp
00:20:48: dass ich mal Dinge leiste kaufe, die ich wirklich mag, die Ich liebe, die mir gefallen.
00:20:54: Damit kann schon sehr oft passieren, dass ich auch den Geschmack der anderen treffe dann später.
00:20:59: Wenn ich etwas nehme, das mir gefällt und nicht unbedingt, oh!
00:21:01: Das muss morgen schon das doppelte Wert sein.
00:21:04: Das wird ganz, ganz schwierig gerade auf einem Markt wie dem Urenmarkt, der sehr speziell ist wo es auch nur wenig Möglichkeiten gibt, dass sich diese Wertsteigerungen erzeugen.
00:21:14: also da muss ich schon sehr viel Kompetenz haben um das zu erkennen.
00:21:17: in dem Moment würde ich eher auf die Basis gehen und mal das kaufen, was man gefällt.
00:21:24: Und ganz am Ende das mitnehmen wenn es wirklich verkaufen will um mich freuen dass das auch eine entsprechende Wertsteigerung noch hat.
00:21:29: Zusätzlich zu dem Wert der Freude die ich habe beim Tragen
00:21:32: schon.".
00:21:32: Am Ende unseres Gespräches über Zeitmesser folgte Herr Zwangsläufig den Blick auf die eigene Uhr – und vielleicht auch die Frage, was die Experten beim Blick auf das tickende Handgelenk eigentlich so denken?
00:21:46: Günter Eichberger und Thomas Schmolleck
00:21:49: Hoffentlich eine schöne Zeit.
00:21:50: Das ist immer das Wichtigste, Zeit kann man ja sehr positiv nutzen und das ist aber das Wichtigste, egal noch in Kombination mit einer Uhr ohne einer Uhr.
00:21:58: wichtig ist dass man die Zeit positiven gut nutzt.
00:22:02: Wenn ich auf die Uhr schaue, dann denke ich mal Hoppala schon wieder so spät weil die Zeit verkehrt wirklich im Flugge, wenn wir... Und das ist ehrlich gemeint etwas zu tun hat was man gerne tut.
00:22:12: Für uns ist es eigentlich das Schönste, dass wir hier im Taratherm Praktisch täglich Uhren von A bis Z, denn ich tatsächlich von A-B-Z, von Odomar Picet bis Zenit zu sehen bekomme alte, neue Uhren mit Geschichte und es ist wirklich jeder Kunde, jeder Einbringer der zu uns kommt.
00:22:30: Mit einer Uhr hat eine Geschichte, der Mensch hat eine Geschichte und da vergeht die Zeit manchmal fast zu
00:22:36: schnell.".
00:22:40: Und wenn es ihnen ähnlich geht dann sollten sie bei der kommenden Armband-und Taschenuhrenauktion schnell zuschlagen!
00:22:48: Alle Informationen zu dieser und weiteren Uhrenaktionen finden Sie auf Dorotheum.com.
00:22:55: Das war über den Wert der Kunst, der Dorotheumpodcast.
00:23:00: Ich bin Andreas Maurer und verabschiede mich im Namen des Dorotheom-Teams bis zum nächsten Mal weil Kunst eben mehr ist als man sieht.
Neuer Kommentar